Operational Technology: Hardware und Software zur Steuerung von Industrieanlagen

Mit smarter IT-OT-Konvergenz zu Hochverfügbarkeit und Compliance

In modernen industriellen Infrastrukturen ist die Operational Technology (OT) eng mit der Informationstechnologie (IT) verknüpft. Sogenannte Connected Factories setzen auf digitalisierte und vernetzte Produktionsprozesse, um eine größtmögliche Effizienz und Leistungsfähigkeit zu erreichen.

Dies erhöht jedoch die Anfälligkeit für Cyberangriffe, die nicht nur Daten, sondern auch digital gesteuerte Systeme – und somit die physische Sicherheit – gefährden können.

Regularien wie NIS2 und die KRITIS-Verordnung geben deshalb Betreibern Kritischer Infrastrukturen (KRITIS), wie etwa Energieversorgern, Verkehrsbetrieben oder Krankenhäusern, strengste Anforderungen an die Ausfallsicherheit vor.

Ihre Infrastruktur enthält OT-Systeme? Dann stehen Sie vor besonderen Herausforderungen hinsichtlich Hochverfügbarkeit und Compliance, die wir aus jahrelanger Erfahrung bei unseren Kunden sehr gut kennen. Dieses Wissen ist in unser Portfolio an OT-Leistungen eingeflossen.

Anlagen jetzt digitalisieren und automatisieren – Unsere Leistungen für Ihre Operational Technology

  • Optimierung der IT- OT- Integration
  • Schwachstellenmanagementsysteme
  • Ganzheitliche Sicherheitsservices
  • Schulungen und Support
  • Lieferung von Rugged Devices

Wir kennen die größten Herausforderungen in OT-Umgebungen

„IT und OT müssen immer gemeinsam gedacht werden. Für eine optimale Nutzung der Ressourcen innerhalb einer Organisation ist die Konvergenz von OT und IT essenziell.“

(Zitat unseres Technical Sales Managers für Network and Security)

Warum ist OT besonders anfällig für Cyberangriffe?

In der Vergangenheit wurden die Bereiche OT und IT voneinander getrennt betrieben:

Informationstechnologie

  • Verarbeitung, Speicherung und Übertragung von digitalen Daten
  • kurze Betriebszyklen (3-5 Jahre)
  • mit dem Internet verbunden und dadurch angreifbar
  • hohe Datenmengen benötigen hohe Bandbreiten

Operational Technology

  • Steuerung und Monitoring von physischen Prozessen und Anlagen
  • lange Betriebszyklen (bis zu 30 Jahre)
  • bisher von IT-Netzwerken und dem Internet getrennt
  • eher geringe Datenmengen
  • Vermeidung von Latenzen

Mit der zunehmenden Konvergenz von IT- und OT-Systemen, dem Aufkommen des Industrial Internet of Things (IIoT) und der übergreifenden Vernetzung von Prozessen sind die OT-Geräte nicht mehr isoliert und werden zu möglichen Angriffszielen.

Das Problem: OT-Legacy-Geräte sind nur selten mit Sicherheitselementen ausgestattet bzw. entsprechen diese häufig nicht dem aktuellen Stand.

Unsere Services für Ihre OT-Sicherheit nach dem Secure-by-Design-Ansatz

  • Härtung bestehender Systeme
  • Risikoanalyse und Schwachstellenmanagement
  • Kontinuierliches OT-Monitoring und Incident Response
  • Sicherheits-Updates und Patch-Management


Bei 72 % der befragten Unternehmen gab es

Cybersicherheitsvorfälle im Bereich der OT.

(Quelle: 2024 State of Operational Technology and Cybersecurity von Fortinet)

Ihre Infrastruktur der Zukunft – IT und OT im Einklang

Hochverfügbarkeit:

Durch zentrales Management, Echtzeit-Datenanalyse und automatisierte Wartungs- und Reaktionsmechanismen minimieren Sie Ausfallzeiten und sichern die Betriebskontinuität.

Effizienzsteigerung:

Optimieren Sie Ihre Arbeitsabläufe durch den nahtlosen Datenfluss zwischen OT-Systemen und Ihrer Unternehmens-IT.

Kostenreduktion:

Senken Sie Ihre Investitions- und Betriebsausgaben, da bei einer gemeinsamen Infrastruktur weniger redundante Systeme eingesetzt werden.

Hohe Skalierbarkeit:

Seien Sie in der Lage, schnell auf Veränderungen zu reagieren und ihre Systeme bedarfsgerecht anzupassen.

Verbesserte Sicherheitsarchitektur:

Die einheitliche Überwachung und Verwaltung der sicherheitsrelevanten Faktoren erhöhen Ihren Schutz vor Cyberbedrohungen sowie Ihre Cyberresilienz.

Jetzt persönliches Angebot erstellen lassen.

Expertentipp

Die Anforderungen an Industrielle Steuerungs- und Automatisierungssysteme (ICS)
hinsichtlich Cybersicherheit weichen
von denen für IT-Systeme signifikant ab.
Lesen Sie hier das ICS Security Kompendium vom BSI.

Betriebstechnologie in der Praxis

Von der Fertigung bis zur Energieversorgung – Betriebstechnologie (OT) spielt eine Schlüsselrolle in vielen Branchen. Die folgende Aufzählung gibt einen Überblick über die wichtigsten Einsatzgebiete von OT.

Energieversorgung:

  • Netzleittechnik
  • Umspannwerke

Öl und Gas:

  • Drucktransmitter für Pipelines
  • Blowout Preventer für Bohranlagen

Fertigungsindustrie:

  • CNC-Maschinen (Computerized Numerical Control)
  • Industrieroboterarme

Chemische Industrie:

  • Batch-Steuerungssysteme für die chemische Verarbeitung
  • Gaschromatographen für die Analyse chemischer Prozesse

Gesundheitswesen:

  • Medizinische Bildgebungsgeräte (z.B. MRI, CT-Scanner)
  • Laborautomatisierungs-systeme

Verkehrswesen:

  • Signalsteuerungssysteme für Eisenbahnen
  • Flugsicherungssysteme

Logistik und Lagerhaltung:

  • Packscanner
  • Sortierroboter für Paketzentren

Welche Regularien gelten für die OT-Sicherheit Ihrer Organisation?

Wenn es um Betriebstechnologie geht, steht Sicherheit an erster Stelle. Die umfangreichen OT-bezogenen Regularien zielen darauf ab, vor allem kritische Infrastrukturen und industrielle Kontrollsysteme vor Cyberbedrohungen zu schützen und ihre Cyberresilienz zu erhöhen.

Halten Sie sich stets über die wichtigsten Regelungen informiert. Gern stehen wir Ihnen beratend zur Seite: Welche Anforderungen müssen Sie konkret erfüllen und wie gelingt dies zielführend und nachhaltig?

  • IT-Sicherheitsgesetz (IT-SiG)
  • BSI Gesetz (BSIG), §8 a
  • KRITIS-Verordnung, KRITIS Dachgesetz
  • NIS2umsuCG (NIS2 Umsetzungs- und Cybersicherheitsgesetz)
  • EnWG (Energiewirtschaftsgesetz), §5 c
  • DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung)
  • B3S (Branchenspezifische Sicherheitsstandards)
  • IEC 62443 (Cybersicherheitsstandard für industrielle Automatisierungs- und Steuerungssysteme)
  • ISO/SAE 21434 „Road vehicles – Cybersecurity engineering“ (Standard zu Cyber-Security in Kraftfahrzeugen)
  • ISO 27001 (Standard für Informationssicherheit)

Rugged Devices

In vielen Produktionsstätten herrschen extreme Bedingungen wie Schmutz und/oder hohe Temperaturen. Die hier eingesetzten Mobilgeräte wie Smartphones, Tablets und Notebooks müssen auch in diesen Umgebungen funktionieren, weshalb es spezielle Rugged Devices (deutsch: robuste Geräte) gibt.

Merkmale

Was sind besondere Merkmale von Rugged Devices?

  • widerstandsfähig gegen Schocks und Vibrationen
  • beständig gegenüber Temperaturen und Feuchtigkeit
  • geringe Korrosion
  • Lesbarkeit des Displays bei Sonneneinstrahlung
  • Akkus mit erweiterter Laufzeit oder austauschbar
  • zusätzliche Sicherheitsfeatures wie verstärkte Verschlüsse oder Gehäuse
  • oft mit Handschuhen bedienbar
Schutzgrad

Woran ist der Schutzgrad des Gerätes erkennbar?

Die europäischen Schutzklassen IP (Internal Protection) beschreiben die Staub- und Wasserdichtigkeit. Viele Rugged Devices entsprechen der IP68, das heißt, sie sind staubdicht und geschützt gegen dauerndes Untertauchen. Andere Geräte erfüllen mindestens die Schutzklassen IP67 (staubdicht und geschützt gegen zeitweiliges Untertauchen) oder IP66 (staubdicht und geschützt gegen starkes Strahlwasser).

Einige Geräte erfüllen mit ihrer sogar den US-Militärstandard MIL-STD-810G und sind beständig gegenüber vielen extremen Bedingungen wie Unterdruck, Einfrieren und Auftauen, Kontakt mit Chemikalien, Feuer und Erschütterungen.

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