Ivanti DSM End of Life – 7 Auswahlkriterien für eine geeignete Nachfolgelösung
Ivanti hat offiziell das End-of-Life (EOL) für Ivanti DSM (Desktop & Server Management) zum 31. Dezember 2026 angekündigt. Damit endet die Ära einer Software, die über viele Jahre als zuverlässige und leistungsfähige Lösung für Softwareverteilung, Betriebssystembereitstellung und Clientmanagement galt.
Für IT-Abteilungen bedeutet dies: Es ist höchste Zeit, den Wechsel zu planen, denn wer wartet, riskiert Sicherheitslücken, Betriebsstörungen und unnötige Kosten. In diesem Artikel finden Sie die wichtigsten Kriterien, die Ihnen dabei helfen, eine passende DSM‑Alternative auszuwählen.
Ivanti DSM: Vom Standard zur Auslaufsoftware
Ivanti DSM – früher NetInstall – gehörte zu den etabliertesten On-Premises-Lösungen für Softwareverteilung, OS-Deployment und Patch-Management. Besonders die enorme Flexibilität und Automatisierungstiefe machten DSM zur Benchmark im Client- und Servermanagement. Doch nun hat Ivanti das Ende der IT-Management-Lösung angekündigt.
Die Weiterentwicklung der Plattform wurde bereits eingestellt. Neue Betriebssystemversionen wie Windows 11 werden beispielsweise nicht mehr unterstützt. Der vollständige Support endet zudem am 31.12.2026. Danach gibt es keine Updates, keine Patches, keine Fehlerbehebungen mehr. Ab 2027 ist demnach ein Weiterbetrieb von Ivanti DSM zwangsläufig mit einem Risiko verbunden.
Wenn eine Anwendung ausläuft und die Probleme erst beginnen
Wenn eine zentrale Infrastrukturkomponente wie Ivanti DSM ihr End-of-Life erreicht, hat das tiefgreifende Auswirkungen auf den gesamten IT‑Betrieb.
Ohne Sicherheitsupdates steigt das Risiko massiv an, da ungepatchte Schwachstellen zu Ransomware-Angriffen oder Datenverlust führen können. Gleichzeitig wächst die Gefahr von Kompatibilitätsproblemen, weil moderne Betriebssysteme und Serverumgebungen sich weiterentwickeln, während Ivanti DSM nicht mehr angepasst wird.
Unternehmen riskieren zudem Compliance-Verstöße gegen Standards wie ISO 27001, DSGVO oder NIS2, während die Betriebskosten steigen, da Workarounds, manuelle Eingriffe und Troubleshooting ohne Hersteller-Support deutlich aufwendiger werden.
Darüber hinaus bremst veraltete Software langfristig Innovationen aus: Moderne IT‑Konzepte wie Zero Trust, mobile Geräteverwaltung oder hybride Cloud-Architekturen lassen sich auf diese Weise kaum noch realisieren.
Kurz gesagt: Ein „Weiter so“ mit Ivanti DSM ist spätestens ab 2027 keine Option.
Diese 7 Kriterien erleichtern Ihnen die Suche nach einer geeigneten DSM Alternative
Ein Tool‑Wechsel ist keine Kleinigkeit. Er greift tief in die bestehende IT‑Landschaft ein und beeinflusst sowohl Sicherheit als auch Effizienz und zukünftige Innovationsfähigkeit. Deshalb sollte die Entscheidung für eine DSM‑Alternative gut überlegt und strukturiert vorbereitet sein. Die folgenden 7 Kriterien helfen Unternehmen dabei, eine fundierte, langfristig tragfähige Wahl zu treffen:
Zukunftssicherheit & Hersteller-Support: Wie wichtig ist Ihnen eine langfristige Perspektive? Benötigen Sie einen Hersteller, der klar kommuniziert, wohin sich die Lösung entwickelt, und kontinuierlich in Updates, Sicherheit und Support investiert? Je nachdem, wie strategisch Sie Ihr Endpoint Management ausrichten möchten, kann eine solide Roadmap ein entscheidender Faktor sein.
Funktionsumfang & Automatisierungsgrad: Wie viel Automatisierung brauchen Sie wirklich? Arbeiten Ihre Teams unter hohem Zeitdruck, oder setzen Sie stark auf standardisierte, wiederkehrende Prozesse? Je nachdem, wie komplex Ihre Abläufe sind, kann ein hoher Automatisierungsgrad enorme Effizienzgewinne bringen und Fehlerquellen reduzieren.
Betriebssystem- & Geräteabdeckung: Wie vielfältig ist Ihre Geräte‑ und Betriebssystemlandschaft? Betreiben Sie neben klassischen Windows‑Clients auch macOS, Linux, mobile Geräte, IoT oder Spezialhardware? Je mehr Vielfalt Ihre Umgebung aufweist, desto wichtiger ist eine Lösung, die diese Breite zuverlässig abdecken kann.
Integrationsfähigkeit: Wie eng verzahnt muss die neue Plattform mit Ihren bestehenden Systemen sein? Arbeiten Sie intensiv mit Ticketing‑Systemen, Identitätsmanagement, Sicherheitslösungen oder Azure AD/Microsoft 365? Je nachdem, wie Ihre Prozesse aussehen, kann eine nahtlose Integration entscheidend sein, um Medienbrüche zu vermeiden und Prozess-Stabilität zu sichern.
Sicherheit & Compliance: Welche regulatorischen oder branchenspezifischen Vorgaben müssen Sie erfüllen? Arbeiten Sie unter ISO‑Standards, NIS2‑Vorgaben oder strengen Audit‑Anforderungen? Je nach Compliance‑Rahmen kann die Fähigkeit eines Tools, Sicherheitsstandards zu unterstützen, ausschlaggebend sein.
Flexibilität beim Deployment (Cloud/Hybrid/On-Prem): Wie sieht Ihre IT‑Infrastruktur heute aus und wohin soll sie sich entwickeln? Benötigen Sie maximale Flexibilität, weil regulatorische Vorgaben ein On‑Prem‑Modell verlangen? Oder möchten Sie perspektivisch in die Cloud wechseln? Je nach strategischer Ausrichtung sollte die Lösung unterschiedlich flexibel sein.
Migrationsfreundlichkeit: Wie groß ist Ihre bestehende IT‑Landschaft und wie wichtig ist die Übernahme Ihrer bisherigen Pakete und Prozesse? Wenn Sie viele individuelle Installationspakete, Skripte oder Abhängigkeiten haben, kann ein Tool mit Migrationsassistenten enorme Zeitersparnis und geringere Projektrisiken bedeuten.
👉 Ein Toolwechsel ist ein strategisches Projekt, das technische, organisatorische und sicherheitsrelevante Aspekte gleichermaßen betrifft. Die oben genannten Kriterien bieten in erster Linie eine Orientierung, um aus der Vielzahl an Alternativen die richtige Wahl zu treffen!
Gut zu wissen!
Sie müssen das nicht allein stemmen: Wir übernehmen die Tool-Auswahl für Sie
Als erfahrener IT-Dienstleister wissen wir, wie komplex ein Tool-Wechsel mitunter sein kann. Wir kennen die Situation vieler Ivanti DSM‑Kunden und begleiten Sie genau dort, wo Sie Unterstützung brauchen. Mit unserer Expertise in Endpoint Management, IT-Security und Migrationen finden wir das passende Tool für Sie und gestalten Ihren Übergang so angenehm wie möglich, indem wir
- Ihre bestehende IT-Umgebung analysieren
- eine Tool-Auswahl auf Basis Ihrer individuellen Anforderungen erstellen
Wer früh beginnt, migriert entspannter: Starten Sie jetzt Ihren Übergang
Es kann hilfreich sein, zeitnah zu handeln, um genügend Spielraum für eine reibungslose Migration zu haben. Wenn Sie jetzt die nächsten Schritte einleiten, zahlt sich das später aus. 2027 klingt vielleicht noch weit weg, aber IT-Migrationsprojekte benötigen Vorlauf.
Denn bevor ein neues Tool produktiv eingesetzt werden kann, müssen bestehende Prozesse analysiert, Abhängigkeiten geklärt und eine stabile Zielarchitektur definiert werden. Zudem braucht jede Migration ausreichend Zeit für Testphasen, Pilotgruppen und einen gestaffelten Rollout, um Risiken zu minimieren und den laufenden Betrieb nicht zu beeinträchtigen.
Nutzen Sie daher frühzeitig die Gelegenheit, gemeinsam mit uns die passenden nächsten Schritte zu entwickeln, damit Ihr Wechsel reibungslos gelingt und Sie bestens für die Zukunft aufgestellt sind.